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Start Chronik Ortsgeschichte
Ortsgeschichte

Bevölkerungsentwicklung Pfahldorfs

Aus den Zahlen der vergangenen zwei Jahrhunderte ist ersichtlich, dass die Einwohnerzahlen Pfahldorfs relativ konstant geblieben sind. Aus den PfarrbĂŒchern geht hervor, dass es im Jahr 1602

53 HĂ€user in Pfahldorf gab, 1777 waren es 63 Haushalte, im Jahr 1802 gab es 59 Haushalte.

Eine leichte Erhöhung der Bevölkerungszahlen ist in den letzten zehn Jahren zu verzeichnen, wohl auch durch das neue Baugebiet ?Am Flinsch?, welches Mitte der 90er Jahre erschlossen wurde.

1808: 281 Einwohner

1830: 293 Einwohner

1865: 360 Einwohner

1898: 380 Einwohner

1928: 388 Einwohner

1938: 409 Einwohner

1950: 413 Einwohner

1960: 411 Einwohner

1970: 417 Einwohner

1980: 321 Einwohner

1990: 406 Einwohner

1995: 424 Einwohner

2002: 449 Einwohner

2010: 431 Einwohner

Die beiden Weltkriege hatten auch in Pfahldorf Trauer und Leid hinterlassen:

Im Ersten Weltkrieg hatte die Gemeinde Pfahldorf 20 Gefallene und Vermisste zu beklagen, im Zweiten Weltkrieg waren es 23 MĂ€nner aus Pfahldorf.

 

Politische und wirtschaftliche Entwicklung

Zur Zeit der FĂŒrstbischöfe war Pfahldorf - wie die mei­sten kleinen Ortschaften - politisch stark eingeschrĂ€nkt. Durch die AbhĂ€ngigkeit vom jeweiligen Grundherren war die EigenstĂ€ndigkeit des Einzelnen stark beschnitten. Noch 1802 werden fĂŒr Pfahldorf folgende Grundherrschaften genannt:

Kastenamt Kipfenberg: 4 Höfe, 1 Halbhof, 20 Köbler­gĂŒter, 3 SeldengĂŒter, 11 LeerhĂ€user

Kastenamt Titting: 1 Anwesen

Domkapitel: 1Meierhof, 12 KöblergĂŒter, 4 SeldengĂŒter, 1 Leerhof

Willialdschorstift: 1 Hof

Stadtkammerer: 1 Hof

Spital EichstÀtt: 1 Hof

Pfarrei Pfahldorf: 1 Hof

Beneficium S. Trinitatis, EichstÀtt: 1 Seldengut

Juristisch gesehen gehörte Pfahldorf immer zum Pfle­geamt Kipfenberg, welches das Hochgericht inne­hatte.

Nach der Auflösung des FĂŒrstbistums EichstĂ€tt zu Beginn des 19.Jahrhunderts gehörte Pfahldorf weiter zum Landgericht Kipfenberg, spĂ€ter Amtsgericht genannt, bis dieses 1949 aufgelöst wurde.1808 bildete Pfahldorf zusammen mit Hirnstetten einen sog. Steuerdistrikt, eine Art Verwaltungsgemeinschaft. 1818 wurde die ? Realgemeinde? wiederhergestellt.

1929 kam die Steuergemeinde Pfahldorf zum Finanzamt EichstÀtt.

Bis zur Gebietsreform 1971 war Pfahldorf eine politisch eigenstĂ€ndige Gemeinde. Letzter BĂŒrgermeister war Karl Schlamp. Im Zuge der Gebietsreform wurde Pfahldorf 1971 in die Großgemeinde Kipfenberg eingegliedert.

Die ersten MarktrĂ€te Pfahldorfs waren Michael Regler und Xaver Eckstein. Von 1990 ? 1996 war fĂŒr Pfahldorf Alois Gradl im Marktgemeinderat vertreten. Seit 1996 vertritt Marktrat Willi Krieglmeier die Interessen der Pfahldorfer in Kipfenberg.

1948 wurde unter BĂŒrgermeister Schlamp das elektrische Licht installiert.

1952 wurde mit der Kanalisation begonnen; mit Notstandsarbeitern wurde eine der ersten Kanalisationen des Landkreises - mit einem Stundenlohn von 1,25 DM - durchgefĂŒhrt.

Ein wichtiger Punkt fĂŒr Pfahldorfs Entwicklung und damit verbunden die schnelle Anbindung an die Autobahn A9 war der Bau der Jurahochstraße Anfang der 70er Jahre unter FederfĂŒhrung des damaligen Landrats Konrad Regler.

Die Landwirtschaft - ehemals der ĂŒberwiegende wirt­schaftliche Zweig - befindet sich auch in Pfahldorf mehr und mehr auf dem RĂŒckzug. Heute bewirtschaf­ten noch 6 Landwirte im Vollerwerb ihre Betriebe ( vor 15 Jahren waren es noch 13 Betriebe ).

Von den im Ort ansÀssigen Handwerksbetrieben sind der Dachdeckerbetrieb Eckstein, die ehemalige Schmiede und jetzt Metallver­arbeitungsbetrieb Netter und die Zimmerei Eckerle zu nennen.

Neben den zwei GasthĂ€usern im Ort ist das SchĂŒtzenhaus der zentrale Treffpunkt fĂŒr Jung und Alt.

Neben dem SchĂŒtzenverein ist der Gartenbauverein im Ort engagiert und bestrebt in der Verschönerung des Ortsbildes. GegrĂŒndet wurde der ?Obst- und Gartenbauverein Pfahldorf? im Jahr 1962. Zur Zeit hat der Verein, dessen Vorsitzender Michael Bauer ist, 120 Mitglieder.

Der Krieger ? und MilitĂ€rverein Pfahldorf wurde im Jahr 1923 gegrĂŒndet. Die 38 Mitglieder werden zur Zeit unter dem Vorsitz von Michael Regler sen. gefĂŒhrt.

Seit GrĂŒndung der ?Freiwilligen Feuerwehr Pfahldorf? im Jahr 1889 (6.12.1889) waren die GerĂ€tschaften in keinem eigenen GebĂ€ude untergebracht. In der Anfangszeit wurde der alte Schulstadl zwischen dem jetzigen SchĂŒtzenhaus und der Schule als Abstellplatz genutzt, spĂ€ter eine leerstehende Garage am Juraring und zuletzt das umgebaute Gefrierhaus am Isenbrunner Weg.

Da das ursprĂŒngliche Vorhaben, zusammen mit dem SchĂŒtzenverein ein Gemeinschaftsprojekt zu bauen, scheiterte, konnte die Feuerwehr im FrĂŒhjahr 1991 ihr Ziel vom eigenen GebĂ€ude verwirklichen. Nach nur 7-monatiger Bauzeit konnte man unter Kommandant Johann Neubauer in das neue Feuerwehrhaus an der Alten Hauptstraße umziehen. Das GebĂ€ude ? wie schon das SchĂŒtzenhaus grĂ¶ĂŸtenteils in Eigenleistung errichtet ? verfĂŒgt ĂŒber einen Schulungsraum, KĂŒche, Duschen und WCĆœs sowie zwei große StellflĂ€chen. 72 MĂ€nner sind zur Zeit in der Feuerwehr Pfahldorf aktiv. Seit 1998 ist Johann Krieglmeier Kommandant.

Anfang der 60er Jahre war auch die ?DJK Pfahldorf? sehr aktiv, der Verein wurde jedoch aufgrund des Nachwuchsmangels aufgelöst, ebenso wie der ?Zigarrenclub?, der bei seiner Auflösung dem SchĂŒtzenverein uneigennĂŒtzig sein Restguthaben von knapp 500 DM ĂŒberließ.

 
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